Phase 1 – Verdacht

Was ist metastasierter Brustkrebs?

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Wie unterscheidet sich metastasierter Brustkrebs von der frühen Form der Krankheit? Wie kommt es dazu, dass sich Tumorzellen im Körper verteilen und neue Herde bilden? Wie häufig entstehen Metastasen? Welche Subtypen gibt es und wann spricht man von einem Rezidiv? Dieser Überblick erklärt Ursachen, Definitionen und die wichtigsten Grundlagen zu metastasiertem Brustkrebs.

Ärzt*innen sprechen von metastasiertem Brustkrebs, wenn sich Zellen des Tumors lösen, über die Lymph- oder Blutbahn im Körper ausbreiten und an einer oder mehreren Stellen wie zum Beispiel im Gehirn, Lunge, Leber oder Knochen niederlassen. Somit unterscheidet sich metastasierter Brustkrebs vom frühen Brustkrebs, bei dem die Tumorzellen nur in der Brust, der Achselhöhle und/oder den umliegenden Lymphknoten zu finden sind.1

Die losgelösten Tumorzellen können sich in bestimmten Körperregionen ansiedeln und neue Geschwülste bilden – am häufigsten in der Lunge, den Knochen oder der Leber. Diese Geschwülste werden dann Metastasen genannt. Man sagt auch: „Der Krebs hat gestreut“. Der metastasierte Brustkrebs wird als fortgeschrittene Erkrankung eingestuft.1

Auch wenn metastasierter Brustkrebs als nicht heilbar gilt, ist wichtig zu wissen, dass er behandelbar ist. Es gibt verschiedene Therapieoptionen, deren Ziel es ist, das Fortschreiten der Erkrankung möglichst lange hinauszuzögern und eine gute Lebensqualität zu erhalten – in vielen Fällen für mehrere Jahre.2,3

Ursachen von metastasiertem Brustkrebs

Was den Brustkrebs oder die Metastasen genau auslöst, ist bislang leider unklar. Allerdings lässt sich beispielsweise bei jeder zehnten Patient*in eine Veränderung der Erbanlagentooltip nachweisen.1 Bei etwa drei von zehn Frauen kommt die Erkrankung gehäuft in der Familie vor.1 Generell ist es aber schwierig, allgemeingültige Aussagen über Ursachen und Krankheitsverlauf zu treffen, denn es spielen sehr viele verschiedene Faktoren eine Rolle – beispielsweise welche Eigenschaften der Krebs hat und wie schnell er wächst.

Es gibt verschiedene Subtypen von metastasiertem Brustkrebs, eingeteilt nach Vorhandensein bestimmter Rezeptorentooltip auf der Oberfläche der Tumorzellen, z. B. HER2-positiver Tumortooltip oder metastasierter triple-negativer Brustkrebstooltip (mTNBC). Mehr Informationen hierzu finden Sie unter „Welche Rolle spielt der Rezeptorstatus?“.

Auftreten von metastasiertem Brustkrebs1

Metastasierter Brustkrebs kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Krankheitsverlauf auftreten:

  • Als Erstdiagnose; in der Fachsprache nennt man das auch „de-Novo-Diagnose“,
  • während einer laufenden Behandlung,
  • oder nach einer beendeten Krebsbehandlung.

Wenn der Brustkrebs während oder nach einer Behandlung erneut auftritt, spricht man auch von einem „Rezidiv“tooltip. Bei einem „Lokalrezidiv“ tritt der Tumor erneut in derselben Brust oder Brustwand auf und hat noch keine Metastasen gebildet.

Bildliche Darstellung der Metastasierungshäufigkeit von Brustkrebs.

Bildbeschreibung:
Bei ungefähr 3 von 100 Frauen sind die Metastasen bereits vorhanden, wenn die Diagnose gestellt wird.1
Bei etwa jeder vierten Patient*in, die an Brustkrebs erkrankt ist, treten irgendwann im Krankheitsverlauf Metastasen auf.1

Referenzen


  1. AWMF e. V., DKG e. V., DKH: Leitlinienprogramm Onkologie. Patientinnenleitlinie - Metastasierter Brustkrebs. Dezember 2018.
  2. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/erkrankungsverlauf.html. Zuletzt aufgerufen 11/2025.
  3. Patientenratgeber zu den Empfehlungen der AGO Kommission Mamma, 2025: https://www.ago-online.de/fileadmin/ago-online/AGO-Ratgeber_2025_Brustkrebs_PDF-Version.pdf. Zuletzt aufgerufen 11/2025.

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