Phase 1 – Verdacht

Symptome bei metastasiertem Brustkrebs

0/5

Metastasierter Brustkrebs kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Hier erfahren Sie, welche Symptome möglich sind und wie Sie selbst zur Früherkennung beitragen können.

Die Ausprägung von Symptomen bei metastasiertem Brustkrebs ist variabel und hängt in erster Linie von dem Ort ab, an dem sich die Metastasen gebildet haben (z.B. Lunge, Knochen, Leber oder auch Gehirn). Die Anzeichen können sehr verschieden und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei manchen Patient*innen treten gar keine Symptome auf. Oder die Ersterkrankung liegt schon längere Zeit zurück und die Betroffenen kommen womöglich gar nicht auf den Gedanken, Symptome mit Krebs in Verbindung zu bringen. Das alles macht es sehr schwierig, die Anzeichen richtig zu deuten und von anderen möglichen Ursachen abzugrenzen.

Im Folgenden haben wir einige der typischen Symptome für Sie zusammengestellt, die bei Metastasen auftreten können, aber nicht müssen. Falls Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich beobachten, vor allem Knochenschmerzen oder Atembeschwerden, besprechen Sie Ihre Beobachtungen auf jeden Fall mit ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. Wie gesagt: Ob es sich wirklich um Metastasen handelt, kann man erst nach weiterführenden Untersuchungen sicher sagen. Die Symptome allein sind zunächst kein Grund zur Sorge – denn sie können auch viele andere Ursachen haben.

  • Knochen: Es können unter anderem Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule auftreten. Ein weiteres Symptom sind Knochenbrüche an auffälliger Stelle ohne eine klare Ursache.
  • Lunge: Metastasen in der Lunge verursachen lange oft gar keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, handelt es sich meistens um Husten oder Atemnot.
  • Leber: Die Symptome umfassen Appetitlosigkeit, Druckgefühl, Schmerzen, Wasser im Bauch oder eine Gelbfärbung der Augen.
  • Gehirn: Bei Metastasen im Gehirn können sehr individuelle neurologische Symptome wie Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Lähmungserscheinungen auftreten.
  • Haut: Eine Veränderung der Hautoberfläche, eine Rot-Färbung, Ekzeme oder Geschwüre können ein möglicher Hinweis sein.



Bildbeschreibung:
Grafische Übersicht der im Text erläuterten Symptome bei Metastasen in Knochen, Lunge, Leber, Gehirn und Haut.

Was können Sie selbst zur frühestmöglichen Erkennung von metastasiertem Brustkrebs beitragen?

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich während aber auch noch Jahre nach einer Brustkrebsbehandlung gut selbst beobachten. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen und monatliches Abtasten der Brust. So können Sie einen wichtigen Teil dazu beitragen, eine mögliche Folgeerkrankung frühzeitig zu entdecken.

Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich Veränderungen an Ihrem Körper notieren, zum Beispiel in einem Tagebuch oder einer Smartphone-App für Notizen? So haben Sie die Informationen für das nächste Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt immer zur Hand. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich an Ihrem Gesundheitszustand etwas ändert, sollten Sie dies immer mit Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem Arzt besprechen. Erwähnen Sie in der Kommunikation mit Ärzten aus anderen Fachgebieten auch Ihre vorangegangene Krebserkrankung, auch wenn diese bereits länger zurückliegt.

Metastasierter Brustkrebs während der Nachsorge

Oftmals haben Betroffene, wie schon erwähnt, gar keine der oben beschriebenen Symptome. Deshalb sind bei ihnen die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen wichtig.

Besteht ein konkreter Verdacht auf metastasierten Brustkrebs, zum Beispiel durch das (erneute) Auftreten von Beschwerden bzw. Symptomen, wird für die bildgebende Abklärung eines lokalen Rezidivs der Einsatz von Mammographieooltip und Sonographietooltip der Brust empfohlen.1

Zur Feststellung, ob sich der Krebs auch auf weitere Organe ausgebreitet hat, also bei einem Verdacht auf Fernmetastasen, können weitere bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Da bei Betroffenen von metastasiertem Brustkrebs Metastasen am häufigsten in Lunge, Leber und Knochen vorkommen, empfiehlt sich der Einsatz von Verfahren, die eine intensivierte Diagnostik der gefährdeten Regionen ermöglichen. Dazu zählen die Computertomographie (CT) und die Knochenszintigraphie.2 Mehr dazu erfahren Sie unter „Wie wird metastasierter Brustkrebs diagnostiziert?“.

Referenzen


  1. AWMF e. V., DKG e. V., DKH: Leitlinienprogramm Onkologie. S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Version 5.0, Dezember 2025.
  2. AWMF e. V., DKG e. V., DKH: Leitlinienprogramm Onkologie. Patientinnenleitlinie - Metastasierter Brustkrebs. Dezember 2018.

Wie hilfreich war
der Beitrag?

(No Ratings Yet)
Loading...

Das könnte Sie ebenfalls interessieren: