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Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung – Meine Erfahrungen

SPEZIALISIERT – Das ist gut! Mit Profis arbeiten.
AMBULANT – Ach, wie schön! Weniger Auswärtsspiele.
PALLIATIV – Oh nein! Klingt das nicht wie „Der Letzte macht das Licht aus“?
VERSORGT – Ja, bitte! Denn ich schaffe das nicht allein.

Zum Glück muss man nicht alles allein schaffen. Metastasierten Brustkrebs im Alltag zu handhaben, die Behandlungen zu ertragen und dabei mitten im Leben stehen zu bleiben, ist ein Meisterstück, an dem viele Beteiligte arbeiten müssen – zusammen mit mir als Patientin.

Den Moment, als ich die Verordnung für eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung bekam, werde ich wohl nie vergessen. Dass meine Krebsbehandlung nicht mehr auf Heilung abzielt, sondern auf Erhaltung eines bestmöglichen Zustands und Linderung der Symptome war schon beklemmend genug. Dass ich nun sogar Hausbesuche eines Teams aus Ärzt*innen und Pfleger*innen bekommen werde, fühlte sich wie eine Steigerung des Dramas an.

Als die Aszitespunktionentooltip häufiger wurden und sich kaum noch in den Alltag einer dreifachen Mutter integrieren ließen, bekam ich von einer befreundeten Ärztin die Empfehlung, Kontakt zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) des Landkreises aufzunehmen. Bereits die erste Begegnung mit einer Ärztin der SAPV ließ alle Befürchtungen und Ängste schwinden.

Nicht nur die Punktionen konnten von nun an zu Hause gemacht werden, auch hatte ich damit keine beschwerliche Anfahrt, keine Wartezeit im Krankenhaus und keine Rückfahrt mehr. Zudem bekam ich die Zeit der Ärztin geschenkt, die mich mit unseren Gesprächen auffing, sich all meiner Fragen annahm und mich allem voran bestens medizinisch versorgen konnte.

Was für eine Erleichterung! Bei akuten gesundheitlichen Problemen erfahre ich schnelle Unterstützung und Abhilfe. Ich habe eine Notfallnummer, die ich auch am Wochenende erreiche mit der Gewissheit, dass ich gut versorgt sein werde, wenn mein Zustand sich verschlechtert.

Die SAPV ermöglicht mir ein Leben, in dem ich meinen Alltag selbst in der Hand habe. Das tut nicht nur mir gut, sondern auch meinen Angehörigen – Trotz und mit schwerster Erkrankung.

Und das Licht macht hier so schnell keiner aus. Lasst die Sonne und die SAPV rein!

Autorin: Sandra Oser

Fotograf: Andi Gyarmati

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